27 September 2019

Und wieder ein Schritt...

Posted in Entwicklung

herzundverstand blog weiterTeil 2

Vielleicht hast Du ja die von meinem Verstand aufgeworfenen Fragen im vorigen Beitrag für Dich ganz persönlich beantwortet. Für mich hat sich folgendes herauskristallisiert:

“Sowohl als auch” <--> “entweder - oder”

Das “Entweder | Oder” - auch bekannt unter Dualität - ist im Wesentlichen die Arbeitsweise unserer physischen Welt. Dieses “Entweder | Oder” hilft mir, Dinge, Situationen, Ereignisse, Gefühle… einzuordnen. Es unterstützt mich beim Orientieren, es gibt mir “Halt” (Strukturen), es zeigt mir, wie das Leben “funktionieren kann”.

Das “Entweder | Oder” - die Dualität - teilt. Es ist entweder das eine oder das andere. Richtig oder falsch, gut oder böse, schwarz oder weiss. Indem ich darüber urteile ob etwas so oder so ist, trenne ich: Entweder | Oder. 

Als menschliches Wesen mache ich mir die Dualität zu Nutze um für mich klare Grenzen zu setzen, um Halt zu finden, um vermeintlich Sicherheit zu haben, um mir eine “vertraute” Komfortzone aufzubauen, vielleicht auch um Konflikte zu schaffen, um für etwas zu kämpfen oder aber auch eine “wir gegen die Anderen” Mentalität zu erzeugen.

Polarität

Die Polarität - das “Sowohl als auch” ist etwas völlig anderes. Während in der Dualität ein Konflikt (eine strikte Trennung - entweder oder) zwischen dem Negativen und Positiven besteht, wird Positives und Negatives in der Polarität angezogen. In der Polarität finden wir jene Energie die ein Gleichgewicht schafft – eine gegenseitig ergänzende Zweiheit (der +Pol und der -Pol ergeben ein “Ganzes”). 

Während Dualität Dinge in schwarz oder weiß teilt, umfasst Polarität das gesamte Spektrum. Dualität nimmt das Spektrum, zieht irgendwo eine Grenze, und teilt es so in zwei Hälften.

Was ich als menschliches Wesen als „Übel“ ansehen, ist nur das Produkt des nicht-Sehens. Es ist ein menschliches Urteil, eben ein Produkt der eingeschränkten Wahrnehmung.

Als ich hier auf Erden inkarniert bin, war “Sowohl als auch” - die Polarität - für mich selbstverständlich, ich fühlte mich in ihrer Schwingungsenergie geborgen, wohl, zu Hause. Im Laufe der Zeit wurde aus oben genannten Gründen mehr und mehr die Dualität mein Begleiter. Ich lernte mich als Mensch hier auf Erden zurechtzufinden indem zu unterscheiden und zu trennen begann. Dies  war dann auch der Nährboden für meine ganz persönlichen Konflikte in mir. 

Wenn ich über den vorigen Absatz nachdenke, könnte ich zu dem Schluss kommen: weg mit der Dualität - hin zur Polarität. Nachdenken findet auf der Verstandesebene - einem zutiefst menschlichen Aspekt - statt. Dieses “weg von der Dualität - hin zur Polarität” wäre ein Trennen, ein Wegschieben und würde implizieren, dass es was “Schlechtes” sei, also verURTEILt werden. Das heißt: “...weg von der Dualität…” würde bedeuten, die Arbeitsweise der physischen Welt abzulehnen. 

Hmmm, ich bin hier auf dieser Erde und lehne die "übliche Arbeitsweise” ab? 

Warum bin ich dann hier? 

Also: Ablehnen ist keine Lösung. 

Na gut, aber was dann?

Alles was ist, hat seine Berechtigung

  • Die Dualität - dieses “Entweder | Oder” - hilft mir, Dinge, Situationen, Ereignisse, Gefühle… einzuordnen. Es unterstützt mich beim Orientieren, es gibt mir “Halt” (Strukturen), es zeigt mir, wie das Leben “funktioniert”.
  • Die Polarität schafft eine gegenseitig ergänzende Zweiheit (der +Pol und der -Pol ergeben ein “Ganzes”). Mein Körper ist das zu Hause meiner Seele, solange ich hier auf Erden bin
  • Mein Geist (Verstand) hilft mir, meine Gefühle zu interpretieren und zu ”verstehen”
  • Meine Seele ist hier, um ihre Lebensaufgabe zu erfüllen - sich weiterzuentwickeln.
  • Und so hat alles seine Berechtigung, ohne Bewertung, ohne Reihenfolge. Kein Aspekt steht für sich alleine, das  “Entweder | Oder” hat als Gegenpol das “Sowohl als auch”.

Stetige Entwicklung schließt nicht aus, zieht keine Grenzen, beURTEILt nicht. Entwicklung bedeutet auch anzunehmen, dass alles was ist, seine Berechtigung hat.

Erkenne ich mich?

Die Frage vom ersten Teil des Blogbeitrags: ”Bin ich jetzt Mensch oder Seele?” beantwortet sich nun von selbst:

Ich bin beides - ich bin Seele in einem menschlichen Körper. 

Ich brauche nichts ausschliessen, alles hat seine Berechtigung, alles darf sein wie es ist.
  • Die Dualität, die Polarität
  • mein “Mensch sein”, mein “Seele sein”
  • mein Verstand, mein Herz
  • all mein bisher Erlebtes, all mein Versäumtes
  • meine Wut ebenso wie meine Ausgeglichenheit
  • meine Freude, meine Trauer
  • mein Glück, mein Unglück
  • meine Ruhe, meine Unruhe
  • meine Selbstliebe, mein Selbsthass
  • mein Vertrauen und meine Zweifel
  • ich selbst, jeder andere
  • meine Entscheidung, die Entscheidung jemand anderes
  • mein Lebensweg, der Lebensweg der anderen
  • der Lebensweg meines Partners, mein Lebensweg
  • der Lebensweg meiner Eltern, mein Lebensweg
  • der Lebensweg meiner Kinder, mein Lebensweg
  • das Verhalten meiner Mutter, meines Vaters, meiner Geschwister… mir gegenüber
  • mein Verhalten meiner Mutter, meinem Vaters, meiner Geschwister gegenüber

 

Natürlich gab es da wieder einige Punkte die Unbehagen in mir  hervorgerufen haben. HinFÜHLEN hat da schon einiges in Bewegung gebracht. Wie mir das weitergeholfen hat, liest Du im nächsten Beitrag.

Übrigens: Hat für Dich alles seine Berechtigung zu SEIN? Was schliesst Du aus?

 

Bis zum nächsten mal alles Liebe

sig gernot

 

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Wie schon im ersten Teil unterstütze ich Dich mit "Arbeitsblättern, wenn Du dieses Thema aktiv für Dich bearbeiten willst. Der Download ist hier (entweder draufklicken - Datei öffnet dann in einem neuen Browerfenster, oder Rechtsklick mit der Maus zum Herunterladen):

 ♥ Meine persönliche Entwicklung - Teil 2 ♥ 

 

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Kommentare (2)

  • Eleonore

    Eleonore

    14 Oktober 2019 um 17:02 |
    Lieber Gernot, du hast den Unterschied zwischen Dualität und Polarität sehr verständlich erklärt und was mir noch mehr bedeutet, es fühlt sich echt gut an. Ich freue mich auf weitere Beiträge von dir.

    antworten

    • Gernot Blümel

      Gernot Blümel

      14 Oktober 2019 um 17:04 |
      Dankeschön, freut mich

      antworten

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