19 April 2020

Von der Ohnmacht zur Selbstermächtigung

Written by Gernot Blümel, Posted in Gefühl, Entwicklung

Herz und Verstand Selbstermächtigung Von Macht, Ohnmacht und Selbstermächtigung

Ich will es einfach nicht wahr haben. Ich und "Opfer"? Niemals. Ich gestalte mein Leben selbst. Ich bin nicht jemand, der die Opferrolle auslebt um bemitleidet zu werden, um im Mittelpunkt zu stehen. Nein, so bín ich nicht. Und doch sind da Situationen, in denen ich mich als "Opfer" fühle, denen ich ohnmächtig gegenüber stehe.  

Es liegt an mir, mich aus dieser Ohnmacht zu befreien, meine Verletzlichkeit zu fühlen und dadurch mein Leben wieder in die Hand zu nehmen, mich selbst zu ermächtigen und wieder in Selbstverantwortung zu leben.

ein Klick bis zuR Selbstermächtigung

“Mein Gefühl sagt, das möchte zu dir. Vielleicht schwingt das Thema Macht=Ohnmacht schon in dir für deinen nächsten Blog.” schrieb mir Christine - mit der ich mich des Öfteren austausche - vor drei Wochen. Der beigefügte Link zu einem YouTube-Video wartete darauf, von mir angeklickt zu werden. 

Obwohl ich es nicht besonders eilig hatte - war doch soeben erst mein Blog mit dem Titel “Einschränkung und Freiheit” online gegangen - packte mich doch die Neugier.

Alles ist geregelt

“Es gibt Menschen, die schon lange erleben, dass eine gewisse Unterdrückung passiert... ”, so der erste Satz des Readings aus dem Quantenfeld von Ursula Fiess. 

Passt doch zu meinem soeben veröffentlichten Thema “Einschränkung” und spült gleich Unterdrückung, Vorschriften, Verbote, Regelwerk, Maßnahmen, Verzicht, Hilfspakete, permanente Statusberichte, Fallzahlen… an die geistige Oberfläche. Was der Verstand in eben erwähnte Schlagworte fassen kann, fühlt sich im Herz als Ohnmacht an: Ich bin ohne Macht. Ich kann nichts machen. Ich bin ausgeliefert. Ich muß mich den “Mächtigen", den “Mächten” unterordnen, den Umständen und meiner Angst ergeben. Dieses Denken und die einhergehenden Gefühle lassen dann wirklich den Schluss zu, dass hier Unterdrückung geschieht. Vielleicht hast Du ja in dem einen oder anderen Lebensbereich selbst den Eindruck ohnmächtig zu sein: 

  • Du hast den Kontakt zu Deinen Eltern minimiert um sie vor Ansteckung zu schützen.
  • Freunde treffen und in die Arme nehmen geht im Moment nicht.
  • Du unterrichtest Deine Kinder schon seit Wochen selbst - natürlich neben dem Home Office.
  • Dir wurde von Deinem Arbeitgeber eine reduzierte Arbeitszeit angeboten, die Entlohnung wird drastisch gesenkt, die Arbeitsintensität sollte sich aber nicht wirklich verringern - wegen der Zeit nach der Krise - und überhaupt müssen wir gerade jetzt zusammenhalten.
  • Du hast Deinen Job verloren, oder es besteht kaum Aussicht, dass Dein Beschäftigungsverhältnis aufrecht bleibt. 
  • Zu Personen, die nicht in Deinem Haushalt leben, beschränkt sich Dein Kontakt entweder auf die “Abstandsregel” oder über digitale Medien
  • Du hast Deinen Sommerurlaub bereits geplant - da wird wohl nichts draus.
  • Auf den gekauften Konzertkarten bleibst Du sitzen
  • u.s.w.

Du hast wirklich allen Grund, Dich ohnmächtig zu fühlen, Du hast aber bestimmt keinen Grund zu glauben, Du seiest ohnmächtig. Ohnmächtig zu sein, bedeutet sich selbst aufzugeben, die “Macht” jemandem anderen zu übertragen, sein Leben den “Anderen” überlassen, es aus der Hand zu geben. Sich damit abzufinden “ohnmächtig zu sein”, die Verantwortung für seine Ohnmacht in den Umständen, den Einflüsterern, den Mächtigen oder der Angst (vor etwas, vor jemanden, vor eventuell eintretenden Situationen) zu suchen ist schlichtweg die Unterdrückung des wahren Selbstes, des wahren Ichs. Es ist ein leugnen der ureigensten Existenz.

Macht braucht Opfer

Macht braucht Menschen mit einer Persönlichkeitsstruktur die Verantwortung und Selbstverständnis den “Anderen” überlassen. Macht braucht Opfer und deren Ohnmacht für seine Existenz. Ohne dieser Grundlage ist selbst die Macht ohnmächtig.

Raus aus der Ohnmacht

Wenn Du Deine Ohnmacht aus ganzem Herzen fühlst wird sie zur Selbstermächtigung. Du ermächtigst Dich, Dein Leben in die Hand zu nehmen, Du selbst zu sein, aus der Tiefe Deiner Selbstliebe zu leben. Du bist nicht mehr fremdbestimmt, Du hast Dich für Dein Leben geöffnet.

Sich selbst zu ermächtigen bedeutet, raus aus dem “Opfer sein” und hinein in ein achtsames umgehen mit seinen Gefühlen. 

Als Beispiel: 

… wenn Du den Kontakt zu Deinen Eltern minimiert hast um sie vor Ansteckung zu schützen FÜHLST Du Dich vielleicht als Opfer (Wut, Machtlosigkeit…) der Vorschriften, FÜHLST Du vielleicht Trauer, Bedauern, Angst sie zu verlieren…

… wenn Dir von Deinem Arbeitgeber eine reduzierte Arbeitszeit angeboten wurde, die Entlohnung wird drastisch gesenkt, die Arbeitsintensität sollte sich aber nicht wirklich verringern - wegen der Zeit nach der Krise - und überhaupt müssen wir gerade jetzt zusammenhalten. FÜHLST Du vielleicht nicht gebraucht zu werden, Wertlosigkeit, ausgenutzt werden, herabgewürdigt, oder aber Wut, Trauer, gekränkt, Angst vor Verlust des Jobs, Existenzangst, Angst “das Gesicht zu verlieren”...

Tue es einfach

Versetze Dich in die jeweilige Situation und finde die einhergehenden Gefühle heraus. Auch wenn Du sie nicht benennen kannst - fühlen kannst Du sie allemal. Und genau damit ermächtigst Du Dich selbst. Erkenne, dass diese Situation nicht anderes ist als eine Geschichte, die Dir jene Gefühle zeigen möchte, die es zu fühlen gilt. Eine Geschichte - keine Umstände, keine Mächtigen, keine Angst. Nur eine "Aufforderung" “zu Dir zu stehen”, FREI zu SEIN und damit ein Leben in Selbstliebezu führen. Ich wünsche Dir aus ganzem Herzen, dass Du dieser "Aufforderung" nachkommen kannst.


Falls Du Hilfe brauchst, beim Umgang mit Deinen Gefühlen, scheue Dich nicht und nimm Kontakt zu mir auf.  


Alles Liebe, bis zum nächsten Mal.

 sig gernot

PS: Ein besonderes Dankeschön an Christine nach Berlin für die Anregung und den Link, den ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Hier geht es zum Reading aus dem Quantenfeld von Ursula Fiess: 

https://youtu.be/aDqAav7wEmE

 

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Gernot Blümel

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Kommentare (1)

  • Kurt M.

    Kurt M.

    23 April 2020 um 17:06 |
    Nicht das Gefühl sein, sondern das Gefühl fühlen. Hast Du beim vergangenen Blog schon geschrieben, ist aber jetzt erst bei mir angekommen. Fühlt sich toll an. Danke schön. Liebe Grüße aus Wien

    antworten

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