22 März 2020

Einschränkung und Freiheit

Written by Gernot Blümel, Posted in Gefühl, Entwicklung

Herz und Verstand Freiheit

VON EINSCHRÄNKUNG UND FREIHEIT

Man schafft niemals Veränderung, indem man das Bestehende bekämpft. Um etwas zu verändern baut man neue Modelle, die das Alte überflüssig machen. 

(R. Buckminster Fuller)

So klein und doch so gross...

Wie recht er doch hat, dieser R. Buckminster Fuller. Die derzeitige Situation führt mir das ganz deutlich, und in einer noch kaum dagewesenen Dimension klar und deutlich vor Augen.  Wege entstehen, Lösungen werden sichtbar und so paradox es klingt: Freiheit wird spürbar. Zunächst aber zum “Auslöser” der “Lawine”. Das Ding ist nur 20 bis 300 Nanometer groß und nur mit einem Elektronenmikroskop (ein Lichtmikroskop reicht da nicht aus) zu erkennen. 

Schon alleine diese Tatsache sollte mir zu denken geben, wenn ich wieder einmal den resignierenden Satz: “Was soll ich als Einzelner denn verändern können, wenn die anderen nicht mitmachen.” über meine Lippen lasse. Aber nun zu dem winzigen “Ding”. Im Grunde genommen ist es ja kein Ding sondern ein sogenanntes Virus mit dem sinnerfüllten Namen “Corona”. Wenn ich mir die Bedeutung des Namens zu Gemüte führe, kommt Folgendes heraus: Corona ist lateinisch und bedeutet Krone, Kranz. Im medizinischen Bereich steht es für Herzkranzgefäße, welche mein Herz mit Blut versorgen (viel mehr Sinnbild für Leben geht kaum). In der Theologie steht der Name für kreisförmigen Heiligenschein - also Licht. Umgangssprachlich gilt die Bedeutung des Namens als "frohe Runde", "froher Kreis". Und nicht nur ein Bier, sondern auch ein Vulkan auf meiner Lieblingsinsel trägt ihn - wie ich meine - mit Stolz. Weit und breit nichts, was “Corona” einen “negativen Beigeschmack” verleihen würde.

Social distancing

Irgendwie ist es mir aber doch wieder gelungen mit "Corona" etwas Negatives zu verbinden: Virus, Krankheit, Tod, Einschränkung, Verzicht, Stillstand, Kollaps, ja sogar neue Worte wie “social distancing” entstanden, um das Gefühl der Ablehnung zu verstärken. 

Natürlich habe ich die Möglichkeit in Selbstmitleid zu zerfließen und zu jammern, dass ich zu Hause bleiben “muss”, dass mein Leben “eingeschränkt” wird, dass die getroffenen Maßnahmen der diversen Regierungen “unmenschlich” und “völlig überzogen” sind… Ich kann mich auch beklagen, dass mir die “Freiheit” genommen wurde, die Mobilität und das Recht das zu tun, worauf ich gerade Lust habe…

Ich darf aber auch die Situation nutzen, um herauszufinden, wie ich mein Leben in naher Zukunft gestalten möchte. Wie ich mit der veränderten Situation am Arbeitsmarkt umgehe, inwieweit ich mich von den Finanzmärkten beeinflussen lasse, wie ich das Schul- und Bildungswesen mitgestalten möchte, welche Schlüsse ich für mich aus der neuen wirtschaftlichen Situation ziehe, ob ich mich zukünftig in Bezug auf die Umwelt und deren Ressourcen verhalten möchte, welche Prioritäten ich im Zusammenleben im Familienverbund setze, welchen Stellenwert ich in meinem zukünftigen Leben in Reflexion mit meinem sozialen Umfeld einnehme, ob ich mein Leben “vor Corona” wieder zurück haben möchte, oder es in dieser Form ohnehin ausgedient hat und ich mir ein völlig neues erschaffen möchte. 

Immer mehr kann ich erkennen, dass ich in meiner Entwicklung an einem Punkt angelangt bin, den mein Verstand schon seit geraumer Zeit kennt, den ich jedoch vom Herzen her bisher nicht bereit war zu fühlen. Die Angst, dass  meine Entwicklung einen gewaltigen "Turbo" bekommt - und ich damit nicht umgehen kann - schwingt mit.

ISOLATION <=> ÖFFNUNG

Corona ist unbarmherzig und "zwingt" mich vermeintlich, mich entweder hinter einem "Schutzwall" zu verstecken, oder die Chance zu nutzen, "aus mir herauszugehen". Ich darf aber auch "sowohl als auch" für mich in Anspruch nehmen: mich in mich Selbst zurückziehen um die Gelegenheit zu nutzen meine "alte" (vielleicht ausgediente) Weltordnung zu fühlen, in Dankbarkeit und aus ganzem Herzen (für mich ganz persönlich) loszulassen und damit den Raum für einen Neuanfang zu schaffen. Zu mir zu stehen, die Ängste zu überwinden und mich in Liebe anzunehmen. 

In mich gehen um mich zu öffnen

sowohl als auch - der Rhythmus des Lebens - der Atem des Seins - das Ende = ein Neubeginn - ein Reflektieren und ein Absorbieren, das "Eingesperrt sein" (unsere selbst auferlegte Begrenztheit) fühlen, damit diese sich zur unendliche Freiheit entwickeln kann. 

Leben kann sooooooooo schööööööön sein. 

Wünsche Euch allen alles Liebe, Xundheit, die Achtsamkeit und den Respekt Corona in all seiner vielschichtigen Bedeutung gegenüber.

Bis zum nächsten mal.

 sig gernot

Für Dich zum Download:

Wie ich das mit dem “Hineinfühlen” mache, und was es im Zusammenhang mit Corona für mich zu fühlen gibt, kannst Du Dir HIER herunterladen.

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Gernot Blümel

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Kommentare (2)

  • Brigitte

    Brigitte

    25 März 2020 um 15:53 |
    Einfach nur DANKE. Habe ich jetzt dringend gebraucht.

    antworten

  • Hans

    Hans

    16 Juni 2020 um 17:38 |
    Danke für die Darstellung deiner Sichtweise zu diesem Thema. Habe mich hie und da wiedergefunden.

    antworten

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